Wenn ein Bauvorhaben unter Denkmalschutz steht

Eine denkmalgeschützte Immobilie vermag etwas außergewöhnlich und besonderes zu sein. Doch bei einem geplanten Umbau können gerade diese Eigenschaften zum Nachteil dessen werden, da durch die Denkmalschutzbehörde zahlreiche Auflagen beachtet und umgesetzt werden müssen.

 

Daher möchten wir Ihnen nachfolgend sechs Fragen beantworten, um Sie aufzuklären, was Sie beim Umbau eines Denkmals erwartet:

 

 

1.) Wie gehe ich bei einer denkmalgeschützten Immobilie den Umbau an?

Zunächst sollten Sie sich über die Bestimmungen Ihres Bundeslandes informieren und ob die Umbaumaßnahmen von einem spezialisierten Handwerker ausgeführt werden müssen.  Dies ist besonders wichtig, da die Umbauarbeiten von der Denkmalschutzbehörde bewilligt werden müssen.

 

2.) Gibt es Einschränkungen für einen Umbau?

Generell gilt: solange die Bedeutungskraft sowie die Beschaffenheit des Denkmals gewahrt bleibt, wird der Umbau meist auch vom Amt bewilligt.

 

3.) Kann ich gesetzliche Bestimmungen zum Umbau umgehen?

Bei dem Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie ist es unter Umständen möglich, sich von den Bedingungen zum Umbau durch die Energieeinsparverordnung  (EnEV) befreien zu lassen. Dabei ist die Befreiung möglich, wenn die geforderten Baumaßnahmen das Erscheinungsbild oder die Substanz beeinträchtigen, so der Bauherren-Schutzbund. Ebenso gilt dies, wenn ein energieeffizienter Umbau mit einem außergewöhnlich hohen Aufwand verbunden wäre. Die Befreiung hiervon können Sie beim zuständigen Amt erfragen.

 

4.) Welche Kosten können für einen solchen Umbau anfallen?

Gerade bei denkmalgeschützten Gebäuden gibt es i. d. R. keine spezielle Kostengrenze.

Bei gewöhnlichen Wohnhäusern gilt jedoch die Faustregel, dass man für ein Haus, welches in den 30er Jahren gebaut wurde, rund die Hälfte des Kaufpreises wieder aufwenden könnte. Für Gebäude aus den 1970er und 1980er Jahren betragen die Kosten noch etwa ein Drittel.

 

5.) Wie kann ich die Umbaukosten möglichst gering halten?

Bei einem Umbau sollten Sie sich klarmachen, wie viel Sie ausgeben möchten und können. Denn denkmalgeschützte Gebäude sind des Öfteren unkalkulierbar, da sie ein stolzes Alter besitzen und daher unbestimmbare Probleme, wie marode Balken, vorprogrammiert sein können.

 

6.) Bestehen Förderungen für den Umbau einer solchen Immobilie?

Diese gibt es. Darüber hinaus können Sie steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen.

 

Weitere Informationen diesbezüglich können Sie bei der Denkmalschutzbehörde, Ihrem Landkreis oder auch Ihrem Steuerberater erfragen. Auch Förderkredite der KfW-Banken oder Förderungen aus Landesprogrammen können Sie beim Umbau eines Denkmals finanziell unterstützen.

 

 

 

 

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