VdK fordert mehr barrierefreie Wohnungen, Arztpraxen und Bahnhöfe

 - Zukunftsforum barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen -

 

Friedberg/Hessen am 25.11.2015 (red.) – Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert verstärkte Anstrengungen zur Herstellung von Barrierefreiheit. „Barrierefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für Chancengleichheit und Teilhabe in unserer Gesellschaft“, sagte der stellvertretende VdK-Landesvorsitzende Gottfried Schugens heute auf dem vom VdK und der Ingenieur-Akademie Hessen veranstalteten „Zukunftsforum barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen“.

 

Neben dem Bereich Wohnen stehen für den VdK in puncto Barrierefreiheit vor allem der öffentliche Personennahverkehr sowie die Einrichtungen des Gesundheitswesens im Mittelpunkt des Interesses. „Angesichts des demographischen Wandels muss jetzt dringend gehandelt werden“, sagte Schugens. „Die Landespolitik, Kommunen und die Akteure des Gesundheitswesens stehen hier besonders in der Pflicht.“

 

In Anbetracht einer erhöhten Lebenserwartung und dem Wunsch vieler älterer Menschen, den Lebensabend zu Hause zu verbringen, sieht der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen großen Bedarf an barrierefreien Wohnungen. Nach Angaben des Kuratoriums Deutsche Altershilfe fehlen momentan in Hessen 77.000, in Thüringen 33.000 barrierefreie Wohneinheiten. Um hier schnelle Abhilfe zu schaffen und für die Zukunft besser gewappnet zu sein, fordert der VdK die Ausweitung von Fördermitteln und steuerlichen Subventionen für Planungs- und Bauvorhaben sowohl im Neubau als auch im Bestand.

 

Für den VdK ist besonders wichtig, dass der Wohnungsbau mit der sozialen Infrastruktur abgestimmt wird. „Ärzte und andere Anbieter von Gesundheitsleistungen müssen verpflichtet werden, ihre Praxisräume, einschließlich Zugängen, Toiletten und Parkplätzen barrierefrei zu gestalten“, forderte Schugens. Das sei notwendig, da noch nicht einmal ein Viertel der Praxen von Allgemeinmedizinern über einen ebenerdigen oder rollstuhlgerechten Zugang bzw. über einen Aufzug verfügten. Zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr sind laut VdK weitere Schritte zu unternehmen. Die Deutsche Bahn AG, Verkehrsverbünde und Kommunen müssten besser zusammenarbeiten, auch mit Blick auf kleinere Bahnhöfe und Haltestellen im ländlichen Raum.

 

Der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Dr. Wolfgang Dippel, betonte ebenfalls die Notwendigkeit, den ländlichen Raum attraktiver zu machen und verwies auf den Aktionsplan der Hessischen Landesregierung zur Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.

 

(Textquelle: Facebook-Seite des VDK Hessen-Thüringen)

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