Mobilität erhöhen und Steuern sparen dank Treppenliften

Sofern sich innerhalb eines Jahres beachtenswert hohe Krankheitskosten ergeben, zahlt man in den meisten Fällen auch weniger Steuern. Jedoch muss in diesem Bezug die steuerliche Eigenbelastung überschritten werden.

 

Als Hilfsmittel dienen Treppenlifte der Steigerung der eigenen Mobilität und Lebensqualität. Aber wie kann auch ich mir einen Treppenlift leisten? Mit welchen Kosten für einen Treppenlift muss ich rechnen? Und welche Finanzierungsbeihilfen kann ich für einen Treppenlift erhalten? Bei all diesen Fragen, die während der Planung für einen Treppenlift aufkommen, spielen viele Faktoren eine tragende Rolle. Neben den Zuschüssen, die Ihnen u. A. die Pflegeversicherung ermöglicht, bietet auch das Finanzamt Möglichkeiten zur steuerlichen Absetzung der Kosten für einen Treppenlift.

 

Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich der Einbau eines Treppenlift über die Steuerklärung beim Finanzamt als außergewöhnliche Belastung absetzen.

 

Diese Absetzbarkeit ist nicht ganz neu und schon seit einiger Zeit gängige Praxis. Dagegen neu jedoch ist, dass sich die Nachweispflicht um ein wesentliches vereinfacht hat.

 

Mit der Entscheidung des Bundesfinanzhofes wurde bestimmt, dass die zwingende Erfordernis von krankheitsbedingten Aufwendungen für den Einbau eines Treppenliftes fortan nicht mehr mit einem amtsärztlichen Gutachten oder einer ärztlichen Bescheinigung des MDK nachgeprüft werden muss. Bevor jedoch ein Treppenlift abgeschafft werden sollte, müsse belegt werden, ob sich der Steuerpflichtige ein Gutachten durch einen Arzt erstellen lassen sollte, in welchem erwiesen wird, dass der Kauf eines Treppenlifts der Vereinfachung des täglichen Lebens dient und dieser ein medizinisches Bedürfnis darstellt. Dieses sei immer nur dann notwendig, sofern die Erfordernis des Aufwandes für einen Treppenlift nicht transparent ist. Dies kann zum Beispiel der Falls sein, wenn der Treppenliftbesitzer lediglich ärztliche Bade- und Heilkuren verschrieben bekommen hat. Der Einbau von einem Treppenlift stellt hinsichtlich der Entscheidung des Bundesfinanzhofes eine außergewöhnliche Belastung dar, wenn dieser Treppenlift medizinisch erforderlich ist, die Notwendigkeit hinreichend gerechtfertigt und sich die kostenmäßige Anschaffung in einem angemessenen Rahmen befindet.

 

Es lässt sich hierbei immer genau die Summe absetzen, die die Eigenbelastung überschreitet, abzüglich von Kostenerstattungen, Förderungen der gesetzlichen Krankenkassen und/oder Zuschüssen aus Privatversicherungen.
 

 

PS: Sie finden die Spalte "Außergewöhnlichen Belastungen" auf der letzten Seite Ihrer Steuererklärung.

 

Weitere Informationen zur Finanzierung, Förderung und Bezuschussung von Treppenliften, Behindertenliften und Personenaufzüge finden Sie auch unter nachfolgendem Link unserer Webseite » Förderungen

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