Sieben wichtige Schritte für einen barrierefreien Garten

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Auch für mobilitätseingeschränkte Menschen bietet ein barrierefreier Garten einen Ort zum Entspannen.

 

Er eignet sich aber auch für fröhliche Familienfeiern.

 

Zudem bietet er bei der Gartenarbeit eine schöne Gelegenheit, dem grünen Daumen freien Lauf zu lassen.

 

Eine richtige Planung ist das A & O auf dem Weg zum barrierefreien Garten.

 

In diesem Info-Beitrag erklären wir Ihnen, welche Gesichtspunkte im Garten eine Barrierefreiheit ermöglichen können.

 

 

 

Schritt 1: Der sichere und rollstuhlgerechte Gartenweg

Durch angelegte Wege ist ein Garten besser begehbar. Wichtig ist, dass der Weg eine ausreichende Breite besitzt. Hier empfiehlt es sich, eine Breite ab 1,20 m zu wählen. Falls Kurven oder rechtwinklige Abzweigungen vorhanden sind, sollte die Breite 1,60 m betragen.

 

Auch das Material muss rutschfest beschichtet sein und wasserdurchlässige Dränsteine besitzen. Eine saubere Verlegung versichert, dass Steine bündig liegen und sich keine breiten Rillen bilden. Um einen sicheren Gang oder eine gute Fahrt mit dem Rollstuhl zu gewährleisten, sollte bei Längsgefälle eine Steigung von 6 % nicht überschritten werden.  Quergefälle sollten maximal 2 % Steigung besitzen.

 

Um eine dauerhafte Sicherheit zu gewährleisten, müssen regelmäßig Moos oder Sträucher auf Gehwegen entfernt werden. Auch abgerutschte oder lockere Steine sollten von einem Experten überprüft werden.

 

 

Schritt 2: Die Überwindung von Höhenunterschieden

Eine komplette Beseitigung von Treppen muss oft nicht sein. Es sind verschiedene Lösungen machbar, je nachdem welche Bedürfnisse Sie haben an.

Bei den meisten Treppen langt schon die Befestigung eines Handlaufes. Sind Sie aber auf einen Rollstuhl angewiesen, kann eine Rampe den Weg erleichtern.

 

Auch verschiedene Möglichkeiten von Außenliften können zur Überwindung eingesetzt werden und bringen oftmals noch einige Vorteile mit sich:

  • Außentreppenlifte bringen Sie im Sitzen über die Stufen. Durch deren robuster Technik und wetterfestem Material sind sie auch im Außenbereich äußerst langlebig.
  • Außenplattformlifte fahren Sie samt Gehilfe oder Rollstuhl die Treppen hinauf und hinunter.
  • Außenhublifte werden zur Überwindung von geringen, vertikalen Höhenunterschieden eingesetzt. Auch Einkäufe oder leichte Materialien können mit einem Hublift transportiert werden.

 

 

Schritt 3: Die Wegbeleuchtung für einen barrierefreien Garten

Wenn das Tageslicht nicht ausreicht ermöglicht eine gute Beleuchtung das Begehen der Gehwege. Am besten eignen sich für einen barrierefreien Garten Lampen, die keinen Schatten werfen, nicht blenden und regelmäßig verteilt sind. Lichtschalter sollten im Wohnhaus in einer Höhe von 85 – 105 cm installiert werden.

 

Mit Hilfe einer Zeitschaltuhr und programmierten Uhrzeiten leuchten Lampen täglich immer zur selben Zeit. Auch Bewegungsmelder lassen den Garten direkt beim Betreten erleuchten.

 

 

Schritt 4: Leicht bedienbare Bewässerungssysteme

Bepflanzungen und Bewässerungssystem sollte man aus einer Hand errichten lassen. Experten in diesem Bereich achten bei dem Einbau besonders darauf, dass sich kein Wasser staut, dieses nicht auf den Gehweg spritzt oder auch keine Erde wegspült wird. Ausschlaggebend für eine Bewässerung im Garten ist der Standort der Pflanzen und ihr Wasserbedarf. Durch Sprinkler und verlegte Schlauchsysteme können Beete und Rasenflächen auf Knopfdruck oder per Zeitschaltuhr bewässert werden.

 

 

Schritt 5: Rollstuhl- und altersgerechte Hochbeete

Voll ausleben können Sie Ihren grünen Daumen mit einem unterfahrbaren Hochbeet. Durch Einbuchtungen in der Konstruktion können Ecken leicht erreicht werden sowie auch dort bepflanzt werden.

 

Nicht nur für Rollstuhlfahrer, auch für Menschen mit Rückenproblemen ist ein Hochbeet eine schöne Alternative.

 

Folgende Voraussetzungen sollte ein Hochbeet mit sich bringen:

  • Höhe des Hochbeetes: 65 cm, auch Sonderanfertigungen von 78 cm sind möglich
  • Ausstattung mit einer Ablage für Gartengeräte
  • TÜV-zertifiziert
  • Qualitativ hochwertige Materialien, wie z. B. Douglasienholz

 

 

Schritt 6: Bepflanzung leicht gemacht

Für einen besonderen Flair im Garten sorgt eine richtige Bepflanzung. Empfehlenswert sind hier unkomplizierte Dauerblüher und winterharte Stauden, wie z. B. der Kugellauch, die Herbstzeitlose oder auch der Winterjasmin.

 

Träumen Sie von einem Obstgarten? Dann pflanzen Sie keine hohen Bäume, sondern ihre kleineren extra gezüchteten Verwandten. Wählen Sie Pflanzen, die ihre Früchte lange tragen, da durch herabfallende Früchte Rutschgefahr entstehen kann.

 

 

Schritt 7: Hilfreiche Gartenwerkzeuge

Durch die richtigen Gartengeräte wird die Gartenarbeit erheblich erleichtert. Hierfür eignen sich ergonomische Gartenwerkzeuge mit einer Teleskopstange oder mit verstellbaren Griffen.

 

Achten Sie beim Kauf der Geräte auf das Gütesiegel der Aktion “Gesunder Rücken (AGR) e.V.”. Diese Geräte entlasten den Rücken und schonen die Gelenke.

 

Folgende Hilfsmittel helfen Ihnen bei der Gartenarbeit:

  • Akku-Rasenmäher benötigen keine Kabel, die zu Stolperfallen führen können
  • Kniekissen oder Bänkchen schonen die Kniegelenke
  • Gartenscheren, die mit Rollgriffen ausgestattet sind, vereinfachen das Trimmen von Pflanzen
  • Eine Gießkanne mit einem zusätzlichen zweiten Griff lässt sich besser tragen
  • Gießkannen, die an kleinen Wassertanks aufgehängt werden, erleichtern das Bewässern

 

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