Neuregelungen der Pflegeversicherung – Das sollten Sie wissen

Neuregelungen der Pflegeversicherung – Das sollten Sie wissen

Die Bundesregierung beabsichtigt für das Jahr 2017 eine Neuregelung der Pflegeversicherung.

 

Durch diese Reform sollen die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Grade ersetzt werden.

 

Ziel ist es, Personen, die unter Demenz oder psychischen Erkrankungen leiden, zu berücksichtigen, da diese im derzeitigen System noch gar nicht erwähnt werden.

 

Folgende Vorteile bringt die Reform:

  • Mehr Berücksichtigung geistiger Erkrankungen
  • Neue Kriterien zur Begutachtung
  • Höhere Ausgaben für Pflege
  • Durchschnittlich höhere Leistungen
  • Anpassung der Leistung an die Preisentwicklung

 

Hingegen den oben genannten Vorteilen gibt es die Besorgnis von vielen Menschen, dass diese aufgrund der Neuregelung mit Nachteilen rechnen müssen. Laut dem Nachrichtenmagazin Die Süddeutsche werden in Zukunft 28 % aller Menschen, die in einem Pflegeheim sind oder welche die Pflegestufe 1 oder 2 besitzen, weniger Geld bekommen.

 

In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick über die drei bisherigen Pflegestufen geben und was Betroffenen momentan an Leistungen zusteht. Zunächst aber konzentrieren wir uns auf den Begriff „Pflegebedürftigkeit“. Diesen wollen wir Ihnen zuallererst näher bringen.

 

Wer ist eigentlich pflegebedürftig?

 

Pflegebedürftig sind die Menschen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder auch seelischer Krankheit nicht mehr ihren alltäglichen Tätigkeiten nachkommen können und dabei auf Hilfe angewiesen sind.

 

Der Begriff „Pflegebedürftigkeit“ ist vielfältig.

 

Die meisten Menschen denken, dass Pflegebedürftigkeit nur alte Menschen betrifft. Aber Menschen jeden Alters können auf Pflege angewiesen sein.

Im Sozialgesetzbuch SGB XI ist dazu festgeschrieben, wer die staatliche Unterstützung beanspruchen kann.

 

Derzeit gibt es eine Eingliederung in drei verschiedene Pflegestufen, die mit finanziellen, materiellen und menschlichen Unterstützung zusammenhängen.

 

Betroffene haben, nachdem die Pflegebedürftigkeit bestätigt worden ist, die Wahl zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Eine Kombination zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistung ist ebenfalls möglich.

 

Die Pflegestufen im Überblick

 

Zum 1. Januar 2015 wurden die Pflegeleistungen angepasst und für betroffene Menschen haben sich die Zuwendungen erhöht. Durch das Pflegestärkungsgesetz steht nun in jeder Pflegestuft mehr Geld für Sachleistungen zur Verfügung.

 

 

Pflegestufe 1 – erhebliche Pflegebedürftigkeit

 

In der ersten Stufe stehen dem Hilfsbedürftigen durschnittlich 90 Minuten Unterstützung täglich zur Verfügung. 46 Minuten davon fallen auf die Grundpflege. Sie umfasst die Ernährung, die Körperpflege sowie auch die Mobilität. Personen, die mindestens zwei der oben aufgezählten Tätigkeiten nicht mehr ausführen können, fallen in die Pflegestufe 1.

Monatlich ist mit einem Pflegegeld von 244,-- Euro oder alternativ mit Sachleistungen im Wert von 468,-- Euro zu rechnen. Dazu gehört auch eine Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Diese Versorgung umfasst das Einkaufen, das Kochen, das Spülen, das Putzen oder auch das Wäschewaschen.

 

Pflegestufe 2 – Schwerpflegebedürftigkeit

 

Im Gegensatz zur ersten Stufe beläuft sich hier die tägliche Versorgung bereits auf drei Stunden. Die festgeschriebene Zeit für die Grundpflege beträgt zwei Stunden. Auch wie in der ersten Stufe festgelegt, muss auch in diesem Fall der Hilfsbedürftige in der hauswirtschaftlichen Versorgung unterstützt werden. Finanziell kann man mit einem monatlichen Betrag von 458,-- Euro rechnen oder mit Sachleistungen i. H. v. 1.144,-- Euro.

 

Pflegestufe 3 – Schwerstpflegebedürftigkeit

 

Grundsätzlich steht den Betroffenen in dieser Stufe eine tägliche Hilfe von mindestens fünf Stunden pro Tag zu. Dazu beläuft sich die Grundpflege auf vier Stunden täglich. Jedoch gibt es zusätzliche Härtefallregelungen, die in Anspruch genommen werden für Menschen, die einen größeren Pflegebedarf benötigen. Durch die Krankenkasse beläuft sich die finanzielle Bezuschussung in dieser Pflegestufe am Höchsten. Der monatliche Pfegebetrag beträgt entweder 728,-- Euro oder 1.612,-- Euro in Form von Sachleistungen.

 

Alle Informationen und Details zum neu geregelten Pflegestärkungsgesetz finden Sie auch im nachfolgend Link des Bundesministeriums für Gesundheit » hier klicken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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